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Die Reise zum Ausgang vom Mittelpunkt der Erde - 03 - 15 IV 2007
Dass sich Jules Verne in seinem 1864 erschienen Roman dafür entschied, das reisende Trio zum Mittelpunkt der Erde aus dem Vulkan Stromboli wieder rauskommen zu lassen, resultierte natürlich aus historischen Überlieferungen und zeitgenössischen Beobachtungen von Strombolis unaufhörlichen Ausbruchsversuchen. Denn nur ein Vulkan ohne jahrhundertlange Verstopfung kann sicherer Ausgang sein aus lithosphärischem Erdinnern. Obendrein fällt es auch heute noch weitaus leichter sich vorzustellen, in jedem vulkanischen Krater höchstwahrscheinlich einen Eingang ins Erdinnere zu finden, dagegen aus entgegengesetzter Richtung kommend schon der Gedanke daran, nun unter einem Vulkan nach dem Ausgang ins Erdobere suchen zu müssen, klaustrophobisches Unwohlsein erzeugt. Somit im 19. Jahrhundert innerhalb Europas der strombolianische Vulkanismus nicht nur „glaubhaft“ Ausgang war, sondern auch heute immer noch 24 Stunden geöffneter Ausgang für alles ist, was aus den Tiefen des Erdinnerns unbedingt mal hinaus will.

Und da will die 19köpfige Reiseexpedition nun hin, keinen anderen Ausweg im Visier als DEN Ausgang. Denn, wo ein Eingang ist, muss auch ein Ausgang sein, auch wenn es wieder der ursprüngliche Eingang sein sollte, der dann allerdings nicht mehr der Eingang sein kann, der er vorher war, denn dazwischen ein Durchgang Einzug gehalten hat. Somit in der Definition dessen, wann ein Gang zum Ausgang wird, zuerst vom Standpunkt des Gehenden ausgegangen werden muß. Und - was geht da eigentlich aus, beim Durchschreiten eines Ausgangs bzw. kann auch etwas ausgehen, ohne daß es vorher eingegangen ist?

Solcherlei und weitere Fragen können daher eingehend nur erforscht werden auf einem niemals ausgehenden Vulkan, der eben mit dem, wo vieles planetenoberflächliche Sein anfangs Eingang war, direkt vertunnelt ist. Und dieser wahrheitssuchenden Erkundung in einer "weltmodellhaften" Ausgangslage des Stromboli haben sich in ausgemachter Profession eingeschrieben die derzeit mutigsten Ausgänger der Wissenschaft, deren Namen da uneinfältig lauten: Sabrina Apitz, Sandro Brandl, Florian Brossmann, Kevin Damm, Erhard Ertel, Tim Goroll, Katja Großkinsky, Kornelia Hantke, Corvin Ilchmann, Nike Ilchmann, Kain Karawahn, Ashera Klemm, Dirk Leyk, Ursula Leyk, Dagmar Maschke, Alexander Ostach, Sandra Senn, Hilla Steinert und Paul Steinert.

Was ihre Expedition ganz besonders ausmacht, ist, dass die Reise zum Ausgang ihr Ziel ist. Es ist unseres Wissens in der Geschichte der Menschheit die erste Reise dieser Art überhaupt. Somit über den Ausgang des Forschungsprojektes in jedem Fall zu berichten sein wird ...


Ausgangsmodell
Robert Fludd - 1617

Ausgangsmodell
Athanasius Kircher - 1664

Ausgangsrealität
Stromboli

Text © Kain Karawahn 2007



 


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